Nordmazedonien

Der Weg führte uns über einige Höhenmeter zum nächsten Grenzübergang nach Nordmazedonien.

Am Grenzübergang zu Nordmazedonien

Leider war das „Swiss Park Hotel“ noch nicht eröffnet, also überquerten wir flux die Grenze und genossen die Abfahrt zum Ohridsee. Der See war so gross, dass man fast schon das Gefühl hatte, wieder am Meer zu stehen. Aber nur fast.

Da gleich der nächste Anstieg auf unserer Route anstand, entschieden wir uns vor Ort in Ohrid zu bleiben und buchten eine Nacht in einem Hostel. Das Blue Lake Hostel begeisterte uns auf Anhieb. Es war etwas chaotisch, aber durchaus sauber. Die Deko war wild und das Personal absolut sympathisch. So, wie sich ein „Old-School“-Hostel eben anfühlt. Daher wurde es am Abend etwas später, und aus einem geplanten Frühstart wurde Ausschlafen.

Mein gesundes Frühstück

Als wir am nächsten Morgen losfuhren, wussten wir noch nicht, dass am 3. Juni der internationale Fahrrattag gefeiert wurde.

Daher kam es für uns auch überraschend, dass wir nach der Mittagspause von Mitarbeitern des UNDP MK (United Nations Development Programme Makedonia) auf Getränke und zu einem kleinen Interview eingeladen wurden. Wir berichteten von unserer bisherigen Tour und unseren Plänen. Im Rahmen der „EU for Prespa Initiative” wollten sie den nachhaltigen Tourismus in der Region ankurbeln.

https://www.undp.org/north-macedonia/projects/eu-prespa-restoration-natural-resources-and-enhancing-sustainable-agriculture-and-tourism

Teil davon war ein Dreiländer-Veloweg um den Prespasee. Sie wollten von uns wissen, was die Ansprüche von Veloreisenden seien und wie das Angebot verbessert werden könnte. Nach einem kleinen Fotoshooting machten wir uns trotz des interessanten Gesprächs langsam auf die Weiterfahrt.

So kam es, dass wir auf der alten Hauptstrasse nach Bitola fuhren und aus einem gemütlichen Tag auf einmal ein völlig unnötig gestresster Tag wurde. Es fing mit einer harmlosen kleinen Fliege an, doch je weiter wir die alte Strasse hochfuhren, desto mehr Fliegen wurden es. Sie schwirrten uns um den Kopf, flogen uns in die Ohren und Nasen – einfach zum Schreien. Nachdem wir uns so gut es ging eingepackt hatten – mit dem Sonnenhoodie und Kopfhörern – fuhren wir weiter und versuchten, das nervige Treiben um uns herum auszublenden. Das forderte einiges an Durchhaltevermögen. Etwas Gutes hatte es allerdings auch – nur um das kurz festzuhalten. Ich war so massiv abgelenkt, dass sich die lange Auffahrt im Nachhinein unglaublich kurz anfühlte.

Da wir bereits wenige Kilometer vor dem weiteren Grenzübergang noch Bargeld hatten, gingen wir in der Stadt in ein Restaurant essen. Als das gesamte Geld ausgegeben war, fuhren wir im Dunkeln noch aus der Stadt heraus zu dem zuvor über Google Maps erkundeten Schlafplatz für die Nacht.

Dort angekommen stellte sich der Platz aufgrund diverser Überwachungskameras und tagheller Beleuchtung als ungeeignet heraus. Wir mussten uns im Dunkeln erneut auf die Schlafplatzsuche machen. Schlussendlich stellten wir das Zelt in einem Feld voller Bienenstöcke auf und fielen gleich müde ins Bett.

Unser Zeltplatz neben den Bienen

Der nächste Morgen brachte das erste Mal ein Sommergewitter mit sich. Die Temperaturen waren angenehm kühl als die letzten Tage und der Himmel war stark bewölkt. Wir hatten Glück, denn das Gewitter zog an uns vorbei und wir wurden auf dem Weg zur griechischen Grenze nur leicht beträufelt.

Bildergallerie


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2 responses to “Nordmazedonien”

  1. cheerfullye454947c74 Avatar
    cheerfullye454947c74

    Meine Lieben, jetzt endlich habe ich aufgeholt und werde gerne mit euch weiterfahren – ich geniese eure Berichte und Bilder unglaublich – vielen Dank! Einen Tipp gegen die Hunde meine ich noch zu haben: ich kaufte Hundekuchen und schmiss sie ihnen nach – wer weiss, vielleicht gibt es, wo ihr seid, überhaupt welche und das bringts? Weiterhin viel Schönes und liebe Grüsse, Andreas

    1. Lieber Andreas

      Danke für deinen Kommentar. Das tut gut. 😊 Dein Tipp kam bei uns an, aber wir müssen gestehen, wir haben es nicht ausgetestet. Wir sind vorsichtig wenns um Hunde füttern geht, weil man nie genau weiss, wie sie reagieren und ob das Füttern nicht sogar noch mehr Hunde anlockt. Dein Gedanke ist trotzdem ganz gut. Danke dir dafür und danke, dass du uns weiterhin begleitest.

      Liebe Grüsse

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