Schon seit Jahren spielten wir mit dem Gedanken, mit dem Velo die Welt zu umrunden. Denn bei allen bisherigen Touren hätten wir gerne einfach weitergemacht. Einst als Honeymoon-Reise geplant, musste die grössere Veloreise aus gesundheitlichen Gründen leider aufgeschoben werden. Doch als ich Ende November 2025 durch meinen Arzt grünes Licht bekam, ging alles Schlag auf Schlag.
Wir haben uns entschieden, das grosse Abenteuer tatsächlich zu wagen und uns einen Starttermin gesetzt (okay, eher einen Startmonat). Darauf folgten die Kündigungen bei unseren Arbeitsstellen, der Wohnung, den Versicherungen und die Abmeldung aus der Schweiz. Die Vorbereitungen waren eine sehr intensive Zeit. Dabei sind Jakob und ich uns mehr als einmal in die „Haare“ gekommen. Denn die abzuarbeitende Liste nahm anfangs einfach nicht ab. Für eine erledigte Aufgabe folgten zwei, drei neue. Unsere grösste Herausforderung stellte der Abschluss einer internationalen Krankenversicherung dar. Erst nach monatelangen Recherchen, Telefonaten, Absagen und einem weiteren Velovortrag sind wir auf die richtige Versicherung gestossen und waren nach erneuten Quervergleichen innerhalb einer Stunde versichert. Endlich.

Nachdem wir Mitte März beide unsere beruflichen (und militärischen) Pflichten abgeschlossen hatten, konnten wir uns endlich vollumfänglich der Tourenvorbereitung widmen. Innerhalb von drei Wochen haben wir die Wohnung ausgeräumt, unsere Sachen verschenkt, verkauft oder gespendet und unsere sieben Sachen Taschen gepackt.

Im Nachhinein haben wir festgestellt, dass sich andere Radreisende für diesen Schritt Monate statt Wochen Zeit nehmen. Doch nach vielen Nächten mit wenig Schlaf waren wir an Ostern (ziemlich) abfahrbereit.
Nach einem schönen Osterwochenende bei der Familie und mit Freunden ging die Reise am 07.04.26 los.

Mein Bruder hat uns die ersten Kilometer bis nach Bad Säckingen begleitet. Dankä Brüedsch, das het mir super super viel bedüted. 🥰

Die ersten Tage hatten wir noch „Heimspiel“. Wir konnten jede Nacht in der Schweiz bei Freunden übernachten, ob auf dem ausgeklappten Sofa oder platz- und nachwuchsbedingtem Campieren auf dem Balkon. Nach vier Tagen war es dann so weit. Der Rhein wurde von der Orientierungshilfe zum Grenzfluss. Am 11.04.26 haben wir die Schweiz verlassen, um die Welt zu umrunden.



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